Folio 51 Berstett v. - Günther - Vogelmann

 

Gruftenbuch-Einträge: Lit. D, gek. 16.Februar 1837 v. v. Berstett Minster Wittwe

 

51a       Berstett, v. Reinhard, Staatsminister                                          16.02.1837        68

51b       Berstett, v. Auguste, dessen Witwe                                           12.01.1861        73

51c       Günther, Wilhelm, Partikulier                                                    16.09.1835        77

51d       Günther, Marie, geb. Blessing                                                   16.08.1855        79

51e       Vogelmann, Präsident des L.V. [?]und  Staatsrat a. D.                 o. A.                o. A.

 

51a       Berstett, v. Reinhard                  Staatsminister                          16.02.1837        68

Biographie:

geb. am 6. Juli 1769 in Berstett im Elsass „Er starb zu Karlsruhe am 16.Februar1837“

Vater starb 1813 in Offenburg[1]

Sohn: Carl Reinhard Adrian Reinhard Freiherr von Berstett[2]

Enkelin: Amalie von Berstett[3]

 

 

Beruf: [4]

Studium an der Universität Straßburg

1790er in franz. Dienste (Offizier, Generalstab, Grenzberichtigungen)

1804 verweilen im Ritterkanton Ortenau

1809 Berufung an den Karlsruhe Hof (Besuche in Paris)

1813 Rückkehr in die milit. Richtung (unten Großherzog Karl) als Oberstkammerjunker

1815 badischer Bundestagsgesandter (1816 Frankfurter Verhandlungen zur Territorialverhältnissen)

1816 Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten (Reisen nach London, Wien)

1831 Ausscheiden aus dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

 

„Wenn er auch die politische Entwicklung Badens nicht gefördert hat ,den höchsten Interessen des Landes hat er doch mit redlichem Willen und treuer Gesinnung gedient.“[5]

„Berstett war an den Schicksalsfragen des Landes stark beteiligt“[6]

 

 

Zeitung:

Artikel: Seine Tränen retteten das Großherzogtum Baden – Zum 200. Geburtstag....[7]

 

Wohnungen:

Herrenstraße[8]

 

Gebäude:[9]

Gut Watthalden bei Ettlingen (Sommersitz)

Schmieheim

Güter in Rust

Lohgut in Schutterwald

Watthalden (Grundstückspläne in Fritz Hirsch, B1 S, 156-158, 169)

 

Bilder:

Bild Nr. 8 PBS III, 0085/6  

 

 

Keine Angaben in Bad. Geschichte vom Großherzogtum, Geschichte der Stadt Karlsruhe/ Friedrich Weech, Geschichte Badens/ Wolfgang Hug, Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichnis alles badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840 Wechmar Karl August Ferdinand

 

 

51b       Berstett, v. Auguste                  Witwe des Staatsminister                      16.02.1837        68

Sohn: Carl Reinhard Adrian Reinhard Freiherr von Berstett[10]

Enkelin: Amalie von Berstett[11]

 

Keine Angaben in Bad. Biographien, den Adressbüchern, 1858/59/61, Fritz Hirsch, Bad. Geschichte vom Großherzogtum, Geschichte der Stadt Karlsruhe/ Friedrich Weech, Geschichte Badens/ Wolfgang Hug, ZGS, keine Bilder,

Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichnis alles badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840 Wechmar Karl August Ferdinand

 

51c       Günther, Wilhelm                      Partikulier                                            16.09.1835        77

keine Angaben in Bad. Biographien, den Adressbüchern, 1858/59/61, Fritz Hirsch, Bad. Geschichte vom Großherzogtum, Geschichte der Stadt Karlsruhe/ Friedrich Weech, Geschichte Badens/ Wolfgang Hug, ZGS, Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichnis alles badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840 Wechmar Karl August Ferdinand

 

Biographie:

Tochter Sophie Günther (siehe 51e Karriere Dr. Vollrath Vogelmann)

 

 

51d       Günther, Marie                                                                                    16.08.1855        79

keine Angaben in Bad. Biographien, den Adressbüchern, 1858/59/61, Fritz Hirsch, Bad. Geschichte vom Großherzogtum, Geschichte der Stadt Karlsruhe/ Friedrich Weech, Geschichte Badens/ Wolfgang Hug, ZGS, keine Bilder, Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichnis alles badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840 Wechmar Karl August Ferdinand

 

Biographie:

Tochter Sophie Günther (siehe 51e Karriere Dr. Vollrath Vogelmann)

 

51e       Vogelmann, Dr. Vollrath   [?]                  Präsident des L.V., Staatsrat a.D.         

 

Biographie:

geb. 05.02.1808 in Wertheim gestorben laut Fritz Hirsch 17. Juli 1871 in Bad Homburg „ Er starb sanft und schmerzlos, und seine irdische Hülle fand auf dem Karlsruher Friedhof die letzte Ruhe.“

Hochzeit am 21.07.1836 mit Sophie Günther – Tochter von Friedrich Wilhelm Günther

3 Söhne und 2 Tochter (ein Sohn starb vor seinem eigenen Tod)

 

Karriere:

1818-1825 Gymnasium in Wertheim[12]

1823 erreichte die Aufnahme beim Militär in Karlsruhe bei Großherzog Leopold[13]

1826 Besuch der Universität Tübingen, Studium der Cameralwissenschaften bzw.

namentlich der Forstwissenschaft[14]

1829 Oktober Staatsexamen „sehr gut“[15]

1831 erster Gehilfe der Domainenverwaltung Konstanz[16]

1832 Privatsekretär des Erbprinzen von Löwenstein-Wertheim[17]

1833 Mitglied des badischen landwirtschaftlichen Vereins[18]

1834 August Ernennung zum Doktor der Staatswirtschaft durch die Uni Tübingen[19]

1834 November Ministerialsekretär der ev. Kirchensektion Karlsruhe[20]

1836 Ablehnung eines Rufes als Prof. für Forst- und Landwirtschaft an die Uni nach Tübingen zu kommen, sowie die Wahl zum Mitglied des engeren Verwaltungsrates der allgm. Versorgungsanstalt[21]

1838 Ernennung zum Ministerialrat bei der ev. Kirchensektion[22]

1839 Ehrenmitglied der landwirtschaftlichen Vereine im Großherzogtum Hessen und

Kurhessen[23]

1839 Wahl zum Abgeordneten in die zweite Kammer des Landstände Wertheim und

Walldürren (ebenso 1841/2/6) [24]

1840 Direktor des badischen landwirtschaftlichen Vereins[25]

1842 Ministerialrat im Innenministerium[26]

1844 Mitglied des Schiedsgerichts von Bräunlingen, Hubertshofen, Bubenbach, des

weiteren leitete er des landwirtschaftliche Zentralfest in Freiburg.[27]

1845 Mitglied der Ministerialkommission für Einteilung des Landes in neue Gerichts-

und Verwaltungsbezirke[28]

1847 Beförderung zum geheimen Kriegsrat, Eintritt ins Kriegsministerium[29]

1847 November Sekretär und Schatzmeister des Karl Friedrich

Militärverdienstordens[30]

1848 Ernennung zum Oberintendanten des 13. dt. Armeecorps

1849 schriftliche Erklärung gegenüber dem Kriegsministerium für weiteres[31]

Dienen (politisch bedingt durch die Militärmeuterei am 12./13.Mai 1849)[32]

23.06.1849 Wiedereinberufung ins Kriegsministerium[33]

1851 Niederlegung des Mandats als Abgeordneter der zweiten Kammer

1852 bat um Entlassung als Direktor des landwirtschaftlichen Vereins

1856 Wechsel als Referendär ins Finanzministerium[34], sowie Bevollmächtigter der

Münzkonferenz in Wien[35]

1860 Übernahme des Präsidiums des Finanzministeriums (Präsident)[36]

1863 Präsident der Wanderversammlung der deutschen Bienenwirte[37]

1864 Präsident des Ausschusses der allgemeinen badischen Versorgungsanstalt

23.06.1866 Rücktritt mit dem Gesamtkabinett[38]

27.06. 1866 unter Anerkennung seiner treuen Dienstleistung - Ruhestand[39]

 

Auszeichnungen:

- Goldene Preismedaille für eine Abhandlung über Waldwaide und Waldstreu[40]

- große Staatsmedaille für Verdienste auf dem Gesamtgebiet der Landwirtschaft[41]

 

Wohnung:

Karlstraße 3[42] (1862)

Schlossplatz 11[43]

Vorderer Zirkel 2[44] (1865)

 

Literatur: [45]

- Schrift über die Zehntablösung im Großherzogtum Baden, 1838

- Versammlung deutscher Land- und Forstwirte in Karlsruhe, 1838

- Aufsatz über die geschossenen Hofgüter des Schwarzwaldes, Rau’s Archiv 1839

- Broschüre über den Hanfbau im Großherzogtum Baden, 1840

- Mitteilungen über den badischen Bergbau, Rau’s Archiv 1840

- Abhandlung über die ehemaligen Leibgedingsgüter in der Pfalz, Rau’s Archiv 1842

- Broschüre über die Pferdezucht im Großherzogtum, 1842

- sowie eine Abhandlung über Annuitätendarlehen, Rau’s Archiv 1843

- Schrift über das Gesetz der Bewässerungsanlagen, 1851

- Werk über die badische Militärverwaltung, dienend als Handbuch für Offiziere und

Kriegsbeamte, sowie als Anleitung für den Kadettenunterricht, i. A. des Kriegsministeriums 1853

- Schriften über die Reutberge des Schwarzwaldes, 1871[46]

- Schriften über die Forstpolizeigesetzgebung bezüglich der Privatwaldungen im

Großherzogtum Baden mit einer Forst- und landwirtschaftlichen Beleuchtung der geschlossenen Hofgüter des Schwarzwaldes, 187140

 

Bilder:

Bild Nr. 8 PBS III, 1638

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Angaben in

- ZGS,

- Bad. Geschichte vom Großherzogtum,

- Geschichte der Stadt Karlsruhe/ Friedrich Weech,

- Geschichte Badens/ Wolfgang Hug,

- Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichnis alles badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840 .Wechmar Karl August Ferdinand (nur zu einem Johann Friedrich Vogelmann) überprüfen



[1]vgl. Dr. Friedrich von Weech, Badische Biografien, 2. Ausgabe, 1. Teil, Karlsruhe , 1881, S. 75

[2] Fritz Hirsch, 100 Jahre Bauen und Staunen. Ein Buch für jeden, der sich mit Architektur aus Liebe beschäftigt oder weil sein Beruf es so will, Karlsruhe 1932, B1 S. 152, B2 348 letzter Absatz

[3] ibid. S. 162

[4]a.a.O. S.75, 76, 80 Angaben zur Biografie und zum Beruf

[5] ebd. S.80, 81 Zitat aus der Biographie.

[6] Fritz Hirsch, B1, S.155

[7] ZGS – Karlsruher Persönlichkeiten, Ordner Bene-Bez

[8] Adressbuch der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1833

[9] Fritz Hirsch, 100 Jahre Bauen und Staunen. Ein Buch für jeden, der sich mit Architektur aus Liebe beschäftigt oder weil sein Beruf es so will, Karlsruhe 1932 B1, S. 151/152

[10] Fritz Hirsch, B1 S. 152, B2 348 letzter Absatz

[11] ibid. S. 162

[12] Badische Biographien Dr. Friedrich von Weech, Badische Biografien, 2. Ausgabe, 2. Teil, Karlsruhe , 1881,

S. 407

[13] ibid

[14] a.a.O. letzte Zeile

[15] ibid., S. 408

[16] ibid.

[17] ibid.

[18] ibid. S. 409

[19] ibid.S. 408

[20] ibid.

[21] Bad. Biographien, 1881, S. 408

[22] ibid.

[23] ibid. S. 409

[24] ibid.

[25] ibid.

[26] ibid.

[27] ibid

[28] Badische Biographien Dr. Friedrich von Weech, Badische Biografien, 2. Ausgabe, 2. Teil, Karlsruhe , 1881,  S. 409

[29] ibid.

[30] ibid.

[31] Fritz Hirsch, 100 Jahre Bauen und Staunen. Ein Buch für jeden, der sich mit Architektur aus Liebe beschäftigt oder weil sein Beruf es so will, Karlsruhe 1932, Band 2, S. 379

[32] ibid

[33] ibid

[34] ibid

[35] Badische Biographien, 2. Teil, 1881, S, 410

[36] Fritz Hirsch, B 2,  S. 379

[37] Badische Biogrphien, 2. Teil, 1881, S. 413

[38] Fritz Hirsch, B 2, S. 379

[39] Badische Biographien, 2. Teil, 1881, S. 412

[40] Badischen Biographien, 2. Teil, 1881, S. 408

[41] ibid., S. 413

[42] Adresskalender für die Residenzstadt Karlsruhe 1862

[43] Fritz Hirsch, B 2, S. 379

[44] Adresskalender für die Residenzstadt Karlsruhe 1865 sowie 1866

[45] Badische Biographien, 2. Teil, 1881, S. 408-410

[46] Badische Biographien, 2. Teil, 1881, S. 413